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BAFA-FÖRDERUNG

Allgemeines zur BAFA-Förderung

 

 

 

 

 

 

 

 

ACHTUNG: Änderung bei BAFA-Basisförderung ab 01.01.2018
Abschaffung der nachträglichen Antragstellung in der BAFA-Basisförderung
Ab dem 1. Januar 2018 ist die Förderung für Heizungen mit erneuerbaren Energien immer vor Umsetzung der Maßnahme beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu beantragen.
Diese Neuregelung bedeutet für konkret, dass eine Beantragung der Förderung bereits vor Beauftragung oder Vertragsschluss mit dem Installateur erfolgen muss. Das bisherige Antragsverfahren kann nur genutzt werden, falls die Fertigstellung (Inbetriebnahme) bis zum 31. Dezember 2017 erfolgt.

Förderung? - Das klingt doch gut! Es schafft nicht nur ein gutes Gewissen, der Umwelt einen Dienst zu erweisen, sondern es macht sich auch im Geldbeutel bemerkbar. Erneuerbare Energien sind die Zukunft und jeder einzelne kann seinen Beitrag zum Erhalt der Umwelt leisten.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt Sie auch im Jahr 2015 weiterhin mit Förderleistungen, sollten Sie erwägen sich für die Nutzung erneuerbarer Energien zu entscheiden. 
 
Aber was versteht man eigentlich unter dieser Art der Energieerzeugung? 
 
Im Grunde genommen sind erneuerbare Energiequellen in unerschöpflichem Maße auf unserem Planeten vorhanden bzw. wachsen in einem geringen Zeitfenster nach. Somit unterscheiden sie sich auf Grund ihrer Nachhaltigkeit von den fossilen Energiequellen. Mittels der Nutzung nachwachsender Rohstoffe bzw. der Kräfte von Wasser, Wind und Sonne kann regenerative Energie erzeugt werden.
 
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) möchte mit Hilfe von Förderungsleistungen den Anreiz zur Nutzung technischer Anlagen für die Erzeugung erneuerbarer Energien schaffen. Allerdings gelten gewisse Voraussetzungen für die finanzielle Unterstützung beim Einbau einer entsprechenden Anlage.
 
Folgende Neuerungen der BAFA-Richtlinien treten ab 01.04.2015 in Kraft:
 
  • Die Fördersätze werden signifikant erhöht.
  • Ab sofort sind alle Unternehmen in Unabhängigkeit Ihrer Größe antragsberechtigt.
  • Es gilt eine neue Definition für den Gebäudebestand: Hierzu zählen nun alle Gebäude, in denen seit mindestens 2 Jahren ein anderes Heizungssystem installiert ist, welches ersetzt oder unterstützt werden soll.
  • Es erfolgt eine Erweiterung der Frist für die Antragstellung im einstufigen Verfahren von 6 auf 9 Monate.
  • Die reine Warmwasserbereitung mittels Solarkollektoranlagen wird als Gegenstand in die Basisförderung aufgenommen.
  • Die Zusatzförderung (verschiedene Bonustatbestände sowie für Optimierungsmaßnahmen) wird auch im Rahmen der Innovationsförderung möglich.
  • Es erfolgt die Aufhebung der 1.000 m²-Höchstgrenze bei der solaren Prozesswärme.
  • Eine ertragsabhängige Förderung im Rahmen der solaren Innovationsförderung wird zum ersten Mal eingeführt.
  • Die Förderung der Prozesswärme wird ab sofort in Kombination mit der Errichtung einer Biomasse-Anlage oder effizienten Wärmepumpe möglich.
  • Wird im Zuge der Errichtung einer förderfähigen Anlage eine Optimierungsmaßnahme durchgeführt, so wird eine Zusatzförderung gewährt.
  • Auch nachträgliche Optimierungsmaßnahmen bereits geförderter Anlagen sind nun förderfähig.
  • Es erfolgt die Einführung eines Lastmanagementbonus bei Wärmepumpen.
  • Einmalig kann ein Qualitätscheck einer Wärmepumpe bezuschusst werden. Dies ist frühestens nach Ablauf eines Jahres nach Inbetriebnahme der geförderten Anlage möglich.
  • Mit der Errichtung einer Biomasse-Anlage oder Wärmepumpe wird nun auch die Beantragung des Bonus für die Zuführung der Wärme in ein Wärmenetz möglich.
  • Die Antragstellung für die Förderung von Maßnahmen zur Visualierung des Ertrages Erneuerbarer Energien muss jetzt vor Vorhabensbeginn beim BAFA erfolgen.
 
Es gilt:

(1) Förderfähigkeit nur bei Bestandsgebäuden gegeben

Grundsätzlich wird nur der Einbau von Anlagen in Bestandsgebäuden gefördert, d.h. sollten Sie vorhaben Ihre in die Jahre gekommene Heizungsanlage gegen eine Anlage zur Erzeugung regenerativer Energien zu ersetzen, sind die Voraussetzungen erfüllt.
 
Hier stellt sich jedoch die Frage, ab wann gehört denn mein Eigenheim zum Gebäudebestand? 
  • der Bauantrag muss vor dem 01.01.2009 gestellt worden sein
  • eine Heizungsanlage muss ebenfalls vor diesem Stichtag installiert sein

 

(2) Besonderheit im Rahmen der Innovationsförderung

Eine Ausnahme im Bereich der Innovationsförderung bilden beispielsweise Mehrfamilienhäuser und Nichtwohngebäude. In diesen Fällen sind auch neu errichtete Gebäude förderfähig.
 
Sind diese Voraussetzung erfüllt ist für Sie natürlich noch interessant, welche Art von Anlagen bezuschusst werden. Im Wesentlichen werden Förderungen auf Anlagen nachfolgender Kategorien gewährt:
 
(I) thermische Solarkollektoranlagen (Erzeugung von Wärme mittels Sonnenenergie)
 
(II) Biomasseanlagen (Gewinnung von Energie aus energetisch verwertbaren pflanzlichen Erzeugnissen)
 
Dazu zählen:
 
  • Pelletkessel
  • Pelletöfen mit Wassertasche
  • Pelletkessel mit Pufferspeicher (mind. 30 l / kW)
  • Hackschnitzelkessel mit Pufferspeicher
  • Scheitholzvergaserkessel mit Pufferspeicher

 

(III) Wärmepumpen (Verwertung der vorhandenen Wärme in Luft, Wasser und Erdreich)
 
Dazu zählen:
 
  • Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen
  • Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen mit Pufferspeicher
  • Luft/Wasser-Wärmepumpen
  • Luft/Wasser-Wärmepumpen mit Pufferspeicher

 

Für jede Anlage existieren verschiedene Fördersätze, welche von Fall zu Fall individuell ermittelt werden. Die Höhe der Förderleistungen können Sie unter www.bafa.de auf der Hompage des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einsehen.
 
Die Antragstellung können Sie ganz einfach mittels des Antragsformulars der BAFA auf deren Internetseite vornehmen.
 
Antworten auf spezifische Fragen zu den einzelnen Förderprogrammen erhalten Sie selbstverständlich auch telefonisch unter:
 
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Referate 511 – 514
Frankfurter Straße 29 – 35
65760 Eschborn
Telefon: +49 6196 908-625
Telefax: +49 6196 908-800
 
Abschließend ist zu sagen, dass nicht nur der finanzielle Nutzen den Anreiz zur Anschaffung einer Anlage im Bereich erneuerbare Energien hervorbringt, sondern ebenso die hohe Effizienz und Nachhaltigkeit sowie der individuelle Beitrag zum Schutz der Umwelt.
 
* Alle Angaben sind ohne Gewähr
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