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Schritt für Schritt Kaminverkleidung selber bauen | Ihr kurzer Ratgeber

Die Kaminverkleidung wie vom Profi, das kann auch in wenigen Schritten selber umgesetzt werden. Dabei gibt es einige Punkte zu beachten, um auch wirklich das Ergebnis zu erzielen, welches erwünscht ist. Als Experte in Sachen Kaminverkleidung haben wir hier für Sie eine kurze, jedoch detaillierte Anleitung zum Kamin selber bauen erstellt. 

Schritt 1 - Brandschutzplatten an Rückwand und Schornstein für Kaminverkleidung anbringen

Die Gebäudewände hinter dem Kamineinsatz sowie die Schornsteinwand, welche sich innerhalb der Kaminverkleidung befindet, müssen ausreichend vor zu großer Hitze geschützt werden. Deshalb empfiehlt es sich Brandschutzplatten (Promasil von Promat) an diese Wände zu verkleben. Die Platten bestehen aus Calciumsilikat und besitzen einen besonders hohen Dämmwert. Üblicherweise wird eine Plattenstärke von 60 mm verwendet, allerdings kann diese auch durch den Hersteller des Kamineinsatzes vorgegeben werden. Die Promatplatten werden großflächig mit Promatkleber oder Grena-Universalkleber versehen und an die zu schützenden Wände geklebt. Es wird eine vollflächige Verklebung mit jeweils 1 kg Kleber pro Promasilplatte empfohlen.

Brandschutz für Gebäudewand und Schornstein mit Promasil

Schritt 2 - Kernlochbohrung und Vorbereitung des Rauchrohranschlusses am Schornstein mit Keramikinnenrohr für die Kaminverkleidung

Wenn noch keine Bohrung bzw. kein Rauchrohranschluss im Schornstein vorgesehen ist, wird ein entsprechendes Loch mit einer Kernbohrmaschine in den Schornstein gebohrt. Das Loch im Außenschornstein sollte bei einem Rauchabzug mit 180 mm Durchmesser entsprechend größer vorgesehen werden, um anschließend das Sattelstück passend einsetzen zu können. Die Bohrung am Keramikinnenrohr des Schornsteins sollte dann allerdings genau 180 mm Durchmesser betragen. Nach Fertigstellung der Bohrung wird das Sattelstück (mit der Wölbung nach innen) in die Bohrung eingesetzt und mit Kesselkitt oder Feuerzement luftdicht fixiert. Anschließend wird das Doppelwandfutter ebenfalls mit Kesselkitt in das Sattelstück eingesetzt.

Herstellung des Rauchrohranschlusses am Schornstein

Schritt 3 - Aufstellen des Kamineinsatzes und Anzeichnen der Maße der Kaminverkleidungsmaße

Nun wird der Kamineinsatz an die korrekte Position gehoben. Dazu können Sie eine Sackarre nutzen oder die Muskelkraft Ihrer Freunde und Bekannten. Jeder Kamineinsatz verfügt über vier justierbare Aufstellfüße. Somit können Sie die Höhe, in welcher sich die Sichtscheibe später befinden soll bis zu einem gewissen Maß variieren. Sollte die Länge der Füße nicht ausreichend sein, können Sie auch Steine unterstellen. Schrauben Sie die Aufstellfüße soweit heraus bis die Kaminglasscheibe die gewünschte Höhe erreicht hat. Prüfen Sie auf jeden Fall mit der Wasserwaage die korrekte Ausrichtung. Zeichnen Sie sich am Boden die äußere Kante der vorgesehenen Kaminverkleidung an und richten Sie demnach den Blendrahmen des Kamineinsatzes lotgerecht aus. Sollte der Blendrahmen noch nicht am Kamineinsatz vormontiert sein, dann erledigen Sie dies auf jeden Fall vor der endgültigen Ausrichtung des Kamins.

Aufstellung und Ausrichtung des Kamineinsatzes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 4 - Anschluss des Rauchrohres an den Schornstein

Den Rauchrohranschluss für Ihre Kaminverkleidung haben Sie bereits vorbereitet. Nun soll der Rauchrohrstutzen des Kamineinsatzes mit Hilfe des passenden Ofenrohrs mit dem Schornstein verbunden werden, um den sicheren Abtransport der Rauchgase aus dem Brennraum des Kamins zu gewährleisten. Achten Sie dabei darauf, dass die Verbindung zum Schornstein ohne viele Widerstände (in Form von unnötigen Bögen) installiert wird. Außerdem sollte die Verbindung stets aufsteigend zum Schornstein sein. Als gängige Rauchrohrkombination hat sich die Verwendung von zwei drehbaren 0-90° -Bögen und einem Längenelement herausgestellt. Dies kann natürlich auf Grund spezieller Gegebenheiten bei Ihnen vor Ort variieren. Der erste Bogen wird auf den Rauchrohrstutzen des Kamineinsatzes und der zweite in das Doppelwandfutter des vorbereiteten Rauchrohranschlusses am Schornstein. Jetzt müssen Sie nur noch das Längenelement als Verbindung zwischen den beiden Bögen auf die richtige Länge zurecht flexen.

Anschluss des Kamineinsatzes an den Schornstein mit Hilfe des Rauchrohres
Schritt 5 - Bau der Kaminverkleidung mit Grenaisol-Kaminbauplatten

Jetzt geht es an das Verkleiden des Kamineinsatzes. Unsere Grenaisol-Kaminbauplatten sind für die Kaminverkleidung dafür hervorragend geeignet. Die aus gepresstem Vermiculit gefertigten Platten lassen sich einfach verarbeiten. Mit handelsüblichem Trockenbauwerkzeug aus dem Baumarkt sind Sie für Ihr Kaminbauprojekt bestens gerüstet. Die Platten werden untereinander verschraubt und mit Universalkleber verklebt. Planen Sie hier bitte ca. 1 kg Kleber pro 3x Grenaisolplatte ein. Zum Zusägen der Platten eignet sich am besten eine Handkreissäge, damit Sie eine möglichst gerade Kante an der zugesägten Platte hinterlassen. Hinter jedem Stoß zweier Platten wird ein schmaler Streifen Grenaisol verklebt und verschaubt, um der Konstruktion Stabilität zu verleihen.

Bau der Kaminverkleidung mit Grenaisol-Kaminbauplatten

 

Schritt 6 - Einbau der Lüftungsöffnungen für die Kaminverkleidung

Nach Fertigstellung der Kaminverkleidung dürfen Sie nicht vergessen entsprechende Lüftungsöffnungen in die Verkleidung zu integrieren. Dies können Sie in Form von Lüftungsgittern oder modernen Luftleisten tun. Bei Eckkaminen empfehlen sich besonders rechtwinklige Eckluftleisten. Hintergrund für den Einbau der Lüftungsöffnungen ist die Tatsache, dass die Kaminverkleidung ausreichend hinterlüftet werden muss, damit es innerhalb der Verkleidung zu keinem Hitzestau kommt. Deshalb muss unterhalb des Kamineinsatzes ein Kaltlufteinlass und im oberen Bereich der Verkleidung ein Warmluftauslass vorgesehen werden. Die Durchlassgröße der Öffnung richtet sich nach der Nennleistung Ihres verbauten Kamineinsatzes. Außerdem sollten Sie möglichst eine Revisionstür in der Verkleidung verbauen, damit der Schornsteinfeger zum Kehren an die Rauchrohre vordringen kann. Hierzu eignen sich die putzbündigen Revisionstüren von Grena ausgezeichnet. 

Lüftungsöffnungen als Kaltlufteinlass und Warmluftauslass verbauen

Schritt 7 - Kaminverkleidung: Aufbringen von Armierung, Unterputz und finalem Oberputz

Zu guter letzt sind noch die Verputzarbeiten zu vollbringen. Sie bringen mit Hilfe des GRENACOAT-Ofenbaumörtels das mitgelieferte Armierungsgewebe auf die Kaminverkleidung auf. Planen Sie eine Trocknungszeit von mindestens einem Tag für den Unterputz ein. Der finale Oberputz kann dann anschließend aufgebracht werden und Ihr Kaminprojekt ist vollendet.

Die Verarbeitungshinweise für Mörtel und Putz finden Sie hier:

Verarbeitungshinweise GRENACOAT Haftmörtel und SILATERM-Ofenputz

 

Moderner Kamin aus Grenaisol-Kaminbauplatten mit Kamineinsatz Joustav NBC 8 kW

Kaminverkleidung selber bauen | Mit unserer Kaminbauplatte Grenaisol

Grenaisol ist eine leicht zuverarbeitende Kaminbauplatte, welche aus expandiertem Vermiculit besteht, sowie einem anorganischen Bindemittel. Keinerlei Spuren von Asbest-, Glas-oder Mineralfasern sind in Grenaisol enthalten. Mit einer Größe von 800x600x40 mm besitzen die Platten ein ideales Maß zum Bau Ihrer eigenen Kaminverkleidung.

Grenaisol | Leichte Verarbeitung mit Trockenbauwerkzeug

Sie können die Kaminbauplatten problemlos mit dem Fuchsschwanz oder einer Handkreissäge auf Maß schneiden. Untereinander werden die Platten mit Grena-Universalkleber verklebt und mit Trockenbauschrauben verschraubt.  

Wie Sie Ihre Kaminverkleidung installieren können, das wissen Sie nun schon. Damit dem Arbeitsunterfangen des Kaminbaus auch sonst nichts mehr im Wege steht, haben wir eine kompakte Liste mit Materialen für Sie zusammengestellt, die Sie benötigen. 

Ihr Wegweiser für die Materialzusammenstellung: 

  1. Grenaisol-Kaminbauplatte zum Bau der Hülle (die Anzahl variiert mit der Größe/Oberfläche der Kaminverkleidung => 1x Platte = 0,48 m2ACHTUNG: Planen Sie 2-3 Platten zusätzlich zum Verbinden der einzelnen Platten untereinander ein!
  2. Promat-Promasilplatten als Brandschutz für die Gebäudewand sowie die Schornsteinhülle (=> 1x Platte = 0,5 m2HINWEIS: Die Stärke der Brandschutzplatten gibt der Hersteller des Kamineinsatzes vor. Im Normalfall sind Platten mit 60 mm Stärke ausreichend!)
  3. Grena-Universalkleber zum Verkleben der Kaminbauplatten untereinander sowie der Promasilplatten HINWEIS: Planen Sie ca. 1 kg Kleber pro 3x Grenaisolplatten sowie 1 kg pro 1x Promasilplatte ein!
  4. Trockenbauschrauben zum Verschrauben der Grenaisolplatten untereinander
  5. Ofenbaumörtel als Unterputz und zum Auftragen des Armierungsgewebes auf die Kaminhülle (1 Sack = ca. 8-10 m2)
  6. Armierungsgewebe zum Aufbringen auf die Kaminverkleidung
  7. Ofenputz als finaler Putz (1 Sack = ca. 7 m2)
  8. Luftleisten oder Lüftungsgitter als Kaltluftöffnung unterhalb des Kamineinsatzes und Warmluftöffnung im oberen Teil der Kaminverkleidung

 

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